Seit 14. Juni hat sich Andreas Pizsa dem Instanzenwildwuchs angeschlossen und den Onlinerat als vermeintlichen Gegenpart zum Internetrat installiert.  Andreas Pizsa beschreibt den Onlinerat als…

[...] ein von den österreichischen InternetnutzerInnen legitimiertes Instrument ist, um der selbsternannten Zensurinstanz ein taugliches und effektives Kontrollmittel gegenüber zu stellen und so Missbrauchsfällen vorzubeugen. (Quelle: Blog Artikel)

Auf der Interntseite des Onlinerats wird im Zuge der Zuständigkeitserklärung Kritik u.a. an der Art und Weise der Selbstlegitimation des Internetrats geübt.

Auf den ersten Blick nicht nachvollziehbar ist der Unterschied zwischen der Selbstlegitimierung des Internetrats und der Selbstlegitimierung des Onlinerats. Obschon seitens des Onlinerats behauptet wird, von “den österreichischen InternetnutzerInnen” legitimiert worden zu sein, stellt sich die Frage, wer diese referenzierten InternetnutzerInnen sind und wer hier im Sinne des demokratischen Anspruchs des Onlinerats zur Legitimierung des Onlinerats gefragt wurde. Die Facebook-Präsenz des Onlinerats verrät bis dato eine Anhängerschaft (Fans) von 68 Personen. Ein erster Eindruck veranlasst zur Vermutung, dass der Onlinerat danach strebt, seine Selbstlegitimierung im Nachhinein in einem subjektiven Demokratieverständnis (Wahl des Onlinerats?) zu untermauern.

Seine Aufgabe sieht der Onlinerat darin auf…

[...] den Internetrat – der selbst über keinerlei demokratische Wahlmechanismen verfügt – gestaltend Einfluss zu üben und bei dessen Entscheidungsfindung konstruktiv im Sinne der Mitglieder des Onlinerates einzuwirken. Dabei versteht sich der Onlinerat als Berater, aber auch als zivilgesellschaftliche Pressure Group. (Quelle: Blog Artikel)

Die oben beschriebene Beteiligung an den noch nicht in ihrer Gesamtheit ergründbaren Verfahren des Internetrats impliziert zumindest eine Legitimierung desselben seitens des Onlinerats. Es besteht aus heutiger Sicht die Vermutung, dass durch den Onlinerat in erster Linie lediglich die Anzahl der “einwirkenden” Personen auf moralische ethische Beurteilungen vergrößert wurde. Der Anspruch der Beratung und die Motive einer (bislang noch nicht deklarierten) “zivilgesellschaftliche” Gruppe müssen sich in Zukunft erst noch beweisen. Wie auch der Internetrat steht nun der Onlinerat auf der Watchlist des Österreichischen Watchblogs.

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